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Grafik Juniorwahl 1018   1Ginge es nach den Schülern des JHGs, so würden Bündnis 90/ Die Grünen den künftigen Ministerpräsidenten (oder die künftige Ministerpräsidentin) stellen: Die Grünen waren mit 30% der Stimmen die Gewinner der Juniorwahl, gefolgt von der CSU mit 21,9% und der FDP, die mit 13,9% den dritten Rang belegt. Abgeschlagen sind die SPD (9,5%), die Partei (6,6%), die Freien Wähler (3,8%) und die AfD (2,9%). Auf die sonstigen Parteien entfielen 12,4%.

Die Auszählung der Erststimmen bestätigt das Bild: Auch hier konnten die Grünen mit Gisela Sengl das beste Ergebnis erzielen (35,4%), gefolgt von Klaus Steiner von der CSU (19,8%).

Juniorwahl 1018   1Im Rahmen der landesweiten Initiative Juniorwahl gaben am JHG insgesamt 212 Schüler ihre Stimme ab. Wahlberechtigt waren dabei die Schüler von der neunten bis zur zwölften Jahrgangsstufe. „Wir haben dieses Format gewählt, weil hier die Schüler zugelassen sind, die das Thema „Wahlen“ auch im Unterricht behandelt haben und die zudem schon über eine gewisse Reife verfügen“, so Susanne Hollmann, die Fachbetreuerin für die Fächer Geschichte und Sozialkunde. Und diese Reife stellten die Schüler sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Durchführung der Wahl unter Beweis: „Vor der Juniorwahl hatten wir keinen Einblick in das, was die Parteien eigentlich wollen“, äußerte sich ein Schüler der neunten Jahrgangsstufe selbstkritisch. Das Projekt Juniorwahl habe sie dazu angeregt, zu Hause viel über die Ziele der Parteien und deren Umsetzbarkeit zu diskutieren. Auch im Geschichts- und Sozialkundeunterricht waren die Diskussionen lebhaft. Der Schulleiter Matthias Schmidt zeigte sich beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler bei der Sache waren: „Die Wahlbeteiligung von 96,3% zeigt, dass unsere Schüler sich für Politik interessieren.“

Grafik Juniorwahl 1018   2Vielleicht ist dieser Eindruck nachhaltig: Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich die Wahlbeteiligung der Erstwähler durch die Juniorwahl steigern lässt, der Nichtwähler-Anteil in dieser Gruppe sinkt hingegen von 22 auf sieben Prozent. Dieser Effekt strahlt sogar auf deren Familien aus. Gefördert wird die Juniorwahl 2018 durch den Bayerischen Landtag, das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Landesweit sind über 600 Schulen am Projekt beteiligt.

Doch den größten Erfolg hat das Projekt wohl erreicht, wenn die Hemmschwelle, sich mit Politik auseinanderzusetzen sinkt und junge Menschen die Wahl als Möglichkeit begreifen, über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden: „Die Simulation hat mir klargemacht, dass ich Verantwortung übernehmen muss, wenn ich später zur Wahl gehe.“

Text: StRin Johanna Hüttenhofer-Fußeder für die Fachschaft Geschichte/ Sozialkunde

Grafiken: Samuel Höra (Q12)

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